Geschichte, Gesellschaft, History, Psychologie, Tod

Ein Körper für die Ewigkeit

Bis heute fasziniert der Tod, ebenso fasziniert die Mumifizierung. Der Verwesungsprozess wurde so stark unterbunden, dass die Toten von vor Tausenden von Jahren noch heute so aussehen, als seien sie gerade erst gestorben. Ihre Körper sind auch nach dem Tod noch fast perfekt erhalten.
ramses-ii Am bekanntesten, wenn es um Mumifizierung geht, ist die Kultur des Alten Ägyptens. Zu ihrer Zeit glaubte man, dass man nach dem Tod sein Leben weiter im Jenseits führt. Dazu benötige man aber seinen menschlichen Körper im perfekten Zustand. Entsprechend perfektionierte sich der Mumifizierungsprozess im Laufe der Jahrtausende.
Eine genaue Beschreibung haben wir von Herodot erhalten, der darüber berichtete. So wurde das Gehirn entfernt und durch Harze ersetzt. Anschließend wurden dem Körper mit Natron die Flüssigkeiten entzogen (dieser Prozess allein dauerte schon 50 Tage). Danach wurde der Körper ausgestopft und mit Leinenbinden umwickelt. In späteren Jahren erhielt der Tote ebenfalls noch eine Totenmaske.
Auch in der heutigen Zeit wird ein Toter noch einbalsamiert. Jedoch dient es heute nur noch für die Erhaltung des Körpers während der Bestattungszeit. Im Wesentlichen wird dazu das Blut durch eine sterilisierende Flüssigkeit ersetzt, Formaldehyd wird eingesetzt, um das Gewebe zu fixieren. Auch werden die Gase und Flüssigkeiten aus der Bauchhöhle entnommen (diesen gesamten Prozess nennt sich heutzutage Thanatopraxis).
Insgesamt hält alles jedoch nicht lange; Mikroorganismen in der Luft zersetzen jeden Körper im Laufe der Zeit.

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